Pässe, Trails und Almwege im Bregenzerwald
Rennrad, Mountainbike und Gravel
Damüls liegt auf 1.428 Metern. Das bedeutet: keine langen Einrollkilometer, keine zähen Flachetappen vor dem ersten Anstieg. Wer hier mit dem Rad startet, ist sofort mittendrin – in einer Bergwelt, die Rennradfahrer, Mountainbiker und Gravelfahrer gleichermaßen begeistert.
Drei echte Alpenpässe in Reichweite. Hunderte Kilometer markierter Trails. Almwege, die nirgendwo hinführen außer in die Stille. Und nach dem letzten Kilometer des Tages: ein Haus, das weiß, wie sich Ankommen anfühlt.
Rennradfahren in Damüls
Pässe mit Charakter
Wer Rennrad fährt und Pässe liebt, findet rund um Damüls eine der dichtesten Passregionen Österreichs. Drei klassische Anstiege beginnen direkt vom Ort – kein Transfer, keine Suche nach dem richtigen Startpunkt.
Die drei Pässe ab Damüls
Furkajoch (1.761 m) Der anspruchsvollste der drei. Rampen bis 14 %, von der Westrampe ab Rankweil: 21,4 km und rund 1.300 Höhenmeter. Ab Damüls deutlich kürzer – der Gipfel liegt auf der Ostseite. Oben erwartet ein weiter Blick: Hohe Freschen, Löffelspitze, Türtschhorn – an klaren Tagen bis zum Bodensee. Wenig Verkehr, gut ausgebaute Straße.
Faschinajoch (1.486 m) 12,1 km ab Au auf der Nordostrampe, 684 Höhenmeter, Durchschnitt 5,9 % – das gleichmäßigste Profil der drei Pässe, ideal als erster Berganstieg. Die Südwestrampe ab Ludesch: 20,8 km, 1.173 Höhenmeter, vereinzelte Rampen bis 14 %. Zwei kurze Tunnelpassagen – Rücklicht empfohlen.
Hochtannbergpass (1.676 m) 16,4 km ab Au auf der Westrampe, 857 Höhenmeter, max. 10 % – gleichmäßig, ruhig, panoramareich. Für Einsteiger unter den Passfahrten die beste Wahl. Einstieg in Runden, die bis zum Flexenpass und Arlberg reichen.
Klassische Rennradtouren ab Damüls
Damüls – Furkajoch – Talabfahrt – Faschinajoch – zurück nach Damüls. ca. 70 km / 1.900 Hm | anspruchsvoll
Die Königsetappe der Region. 148,9 km, 3.593 Hm – ein voller Tag mit drei echten Pässen. Früh starten, vor 14 Uhr auf den Pässen sein.
Mellau – Egg – Lingenau – zurück. Rund 50 km, moderate Höhenmeter. Für erste Bergkilometer ohne Passcharakter.
Tipps für die Rennradsaison
Hauptsaison: Juni bis September. September gilt bei erfahrenen Fahrern als bevorzugter Monat – alle Pässe offen, wenig Verkehr, Temperaturen zwischen 10 und 14 °C. Nachmittagsgewitter entstehen im Bregenzerwald häufig: früh starten, vor 14 Uhr auf den Pässen sein. Das Furkajoch kann bis in den Frühsommer gesperrt sein – aktuelle Sperrlage über vorarlberg.at
Mountainbiken in Damüls
von der Alm bis zum Trail
Rund um Damüls führen Mountainbike-Routen durch Almlandschaften, über Forstwege und schmale Bergpfade bis ins Große Walsertal. Die Region deckt alle Schwierigkeitsgrade ab – von der ruhigen Familienrunde bis zur technischen Alpinrunde.
Biketransport mit dem Uga-Express
Das Mountainbike darf mit in den Uga-Express Sessellift – direkt auf 1.830 Meter. Von der Bergstation starten Touren in mehrere Richtungen: Ugaalpe, Argenalp, Walisgaden. Besitzer der Bregenzerwald Gästecard fahren kostenlos – inklusive Biketransport.
Trails nach Schwierigkeit (Singletrail-Skala)
Breite Forstwege, keine technischen Hindernisse.
+ Uga-Runde ab Talstation: 2,5 km, ca. 30 Min., ideal zum Einrollen
+ Almwege Richtung Mittelargenalpe
+ Pumptrack & Bike Parcours Au-Schoppernau: Pumptracks, Wippen und kleine Drops auf 300 × 50 Metern
Schmale Wege, loser Untergrund, Kehren. Gute Kondition und Fahrtechnik erforderlich.
+ Mittelargen-Alpe-Schleife: 15,8 km / 650 Hm
+ Berg-Aussicht-Schleife: 11,4 km / 600 Hm
+ Almrunden rund um Oberdamüls mit Einkehrmöglichkeit
Steile Rampen, Felspassagen, viel Fahrtechnik gefordert.
+ Faschinajoch-Schleife: 27,8 km / 1.270 Hm
+ Hochalpine Touren vom Bregenzerwald ins Walsertal
Gravelbiken in Damüls
zwischen Asphalt und Almweg
Gravel verbindet, was in Damüls ohnehin zusammengehört: gepflegte Passstraßen und stille Schotterwege, die in keine App führen. Die Region bietet Gravelfahrern eine eigene Art von Freiheit – nah an der Landschaft, weit vom Alltag.
Gravel-Charakter der Region
Almstraßen, ruhige Landesstraßen und Schotterpassagen wechseln sich ab. Graveltouren führen über Pässe, durch Walsersiedlungen, an Kapellen vorbei – und enden oft an einem stillen Bergsee oder einer bewirtschafteten Alm.
Kurze Einheit – bis 2 Std. / bis 300 Hm Almrunden ab Damüls auf Forstwegen. S0/S1 – ideal zum Einfahren oder für gemächliche Tage.
Mittlere Touren – bis 5 Std. / bis 900 Hm Schleife über Oberdamüls und ins Faschina-Gebiet. Mischung aus Asphalt und Güterweg, Panoramablick inklusive. S2 – fortgeschrittene Fahrtechnik empfohlen.
Lange Touren – ab 5 Std. / über 900 Hm Bregenzerwald Cycle Route und grenzüberschreitende Runden ins Allgäu oder nach Liechtenstein. S3 – sehr gute Kondition und Erfahrung notwendig.
Furkajoch und Faschinajoch lassen sich hervorragend mit dem Gravelbike fahren. Die ruhigen, gut ausgebauten Passstraßen sind ideal – und das Gravel öffnet zusätzlich die Almabkürzungen, die dem Rennrad verschlossen bleiben.
Ja. Fahrräder werden im verschlossenen Bikeraum untergebracht.
Ja. Eine E-Bike-Ladestation steht bereit.
Sport Madlener in Damüls bietet Verleih an – frühzeitige Anfrage wird empfohlen.
Furkajoch (1.761 m), Faschinajoch (1.486 m) und Hochtannbergpass (1.676 m) liegen direkt ab Hotel erreichbar. Damüls startet auf 1.428 m – kein langer Flachanteil vor dem ersten Anstieg.
Juni bis September. September gilt als bevorzugter Monat: alle Pässe offen, wenig Verkehr, angenehme Temperaturen.
a. Der Sessellift transportiert Bikes auf 1.830 Meter – mit der Bregenzerwald Gästecard kostenlos.
Sehr. Ruhige Passstraßen, Almwege und Forstwege bieten ideales Gravelterrain. Furkajoch und Faschinajoch lassen sich problemlos mit dem Gravelbike fahren.